Die Neuronale Ceroid-Lipofuszinose des Hundes wurde vor mehr als 20 Jahren erstmals beschrieben, trotzdem ist diese Krankheit noch heute den wenigsten Tierärzten und Hundehaltern bekannt. Bei dieser monogen autosomal rezessiv vererbten Krankheit lagert sich Ceroid-Lipofuszin, ein Abbauprodukt der Zellen, vor allem in den Nervenzellen von Netzhaut und Gehirn ab, wodurch diese zu Grunde gehen. Die häufigsten Symptome, die bei dieser Erkrankung beobachtet werden sind: Verhaltensänderungen (Aggressivität, Angstzustände, Unruhe, plötzliche Stubenunreinheit), Beeinträchtigung der Sehkraft bis hin zur völligen Erblindung, Krampfanfälle und Veränderungen im Gangbild (Stolpern, Ataxie) Die Erkrankung CCL wurde bisher bei mehreren Hunderassen nachgewiesen.
Wir benötigen Ihre aktive Mithilfe bei der Forschung zur Aufklärung der Caninen Ceroid-Lipofuszinose, sollte ihr Hund, die bei den jeweiligen Rassen
beschriebenen Symptome aufweisen, dann melden Sie sich bei uns oder schicken uns eine EDTA-Blutprobe Ihres Hundes. Nach Möglichkeit sollten auch EDTA-Blutproben von den Eltern und Wurfgeschwistern des betroffenen Hundes eingesandt werden, da diese Proben die Aufklärung der CCL wesentlich erleichtern.
Den benötigten Einsendebogen
zu den Proben können Sie hier auf dieser Seite herunterladen. Weiterhin möchten wir Sie bitten auch den Fragebogen
zu den Symptomen ihres Hundes vollständig auszufüllen und auch mit einzusenden.
Die auf dieser Seite beschriebenen Symptome sind nicht ausreichend zur Diagnose der Erkrankung CCL. Sollten Sie aufgrund der beschriebenen Symptome den Verdacht haben, ihr Hund ist an CCL erkrankt, so konsultieren Sie bitte ihren Tierarzt oder lassen sich an einen veterinärmedizinischen Neurologen oder Augenspezialisten überweisen.
Bei folgenden Rassen sind bereits Gentests zur Diagnose verfügbar:
American Bulldog, Border Collie, Dachshund (juvenile Form), English Setter.
Am Tibet Terrier wird momentan von uns sehr intensiv geforscht, um das kausale Gen aufzuklären. In dieses Forschungsprojekt sollen die Rassen, bei denen CCL beschrieben wurde, ebenfalls miteinbezogen werden.
Sollten Sie als Tierarzt einen Patienten in Ihrer Praxis haben, auf den die beschriebenen Symptome zutreffen oder bei dem Sie die Vermutung haben, dass es sich um CCL handeln könnte, so machen Sie doch bitte den/die Besitzer auf die Teilnahme an unserem Forschungsvorhaben aufmerksam.
Alle für die Blutentnahme und den Versand wichtigen Angaben sind auf dem Einsendebogen vermerkt.
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